Do
14
Sep
Der Zöllner aber, von fern stehend, wollte nicht einmal die Augen zum Himmel erheben, sondern schlug sich an die Brust und sprach: O Gott, sei mir, dem Sünder, gnädig!
Lukas 18,13

Der Hilferuf

Todesfälle durch Ertrinken: Die offiziellen Statistiken geben Einzelheiten dazu an, zum Beispiel über das Alter der Betroffenen oder über den Ort des Unfalls. Und bei einer Tasse Tee kann man sich mit Freunden darüber austauschen. Wir können über das Thema Tod durch Ertrinken in aller Ruhe sprechen, weil es uns nicht persönlich betrifft.

Ganz anders ist es, wenn ich selbst in dieser bedrohlichen Situation stecke, wenn ich völlig erschöpft bin und im nächsten Augenblick zu ertrinken drohe. Dann nehme ich in meiner Verzweiflung die letzten Kräfte zusammen und rufe laut um Hilfe. In solchen Momenten bedeuten mir Statistiken gar nichts: Es geht um mich selbst, um mein Leben! – Und wenn sich mir dann eine rettende Hand entgegenstreckt, zögere ich keinen Augenblick, sie zu ergreifen.

Wenn es um unsere ewige Zukunft geht – um die ewigen Folgen unserer Sünden einerseits und um die Errettung durch Glauben an Jesus Christus andererseits –, dann betrachten einige dieses Thema auf so distanzierte Weise, als ob sie Statistiker wären. Als ob das alles gar nichts mit ihnen selbst zu tun hätte! Dabei stellen sie vielleicht theoretische Fragen nach der Zukunft derer, die das Evangelium von Jesus nie gehört haben. Oder sie entrüsten sich darüber, dass nicht alle Menschen errettet werden. Und manche sehen es als ungerecht an, dass Gott Straftäter und ehrbare Menschen auf dieselbe Weise errettet – allein durch den Glauben an Jesus Christus.

Doch jeder Einzelne muss sich bewusst machen, wie sehr dieses Thema auch ihn ganz persönlich betrifft und wie dringend er die Errettung nötig hat!