Mi
19
Jul
Herodes aber sprach: Johannes habe ich enthauptet; wer aber ist dieser, von dem ich Derartiges höre? Und er suchte ihn zu sehen.
Lukas 9,9

Hier geht es um Herodes Antipas, den Fürsten der Landschaften Galiläa und Peräa. Herodes hatte Johannes den Täufer umbringen lassen, aber ruhig war er darüber nicht geworden. Als Herodes von den Wundern hörte, die Jesus Christus tat, erwachte sein abergläubisches Gewissen. Er wollte Jesus sehen, der in seinem Gebiet wirkte.

Hatte der Mann nicht alle Chancen, Christ zu werden? – Seine weitere Geschichte zeigt aber, dass natürliche Neugier oder gar Sensationslust nicht ausreichen, Christus wirklich kennenzulernen. Als Jesus kurz vor seinem Tod noch vor Herodes geführt wird, will der nur irgendein Zeichen oder Wunder sehen. Doch für so etwas steht der Sohn Gottes nicht zur Verfügung. Er ist nicht irgendein Wunderheiler oder Wundertäter. Er ist der von Gott gesandte Christus, der Erlöser und Herr. Jesus schwieg, soviel Herodes Ihn auch fragte. Das war zu viel für diesen stolzen Mann. Er behandelte Jesus herabwürdigend und überließ das weitere Gerichtsverfahren dem römischen Statthalter Pilatus (Lukas 23,8-12).

Herodes hatte seine letzte Gelegenheit leichtfertig verspielt. Von nun an stand er eindeutig auf der Seite der Gegner Christi. Doch auch seine jetzt beginnende Freundschaft mit Pilatus würde nicht verhindern können, dass seine Karriere in der Verbannung endete. – Sein irdisches Ziel, die Königswürde, verfehlte Herodes Antipas. Und aufrichtiges Interesse an dem Einen, der ihn für die Ewigkeit retten konnte, hatte er nie.

Muss so das Ende eines Menschen sein? Wir können jedem nur wünschen, dass er sich Jesus Christus mit aufrichtigem Interesse zuwendet. Die Bibel sagt genug über Ihn, um jedem deutlich zu zeigen, wer und wie Er ist!