Mi
18
Jul
Wenn jemand ein Hörer des Wortes ist und nicht ein Täter, der gleicht einem Mann, der sein natürliches Angesicht in einem Spiegel betrachtet. Denn er hat sich selbst betrachtet und ist weggegangen, und er hat sogleich vergessen, wie er beschaffen war. Wer aber in das vollkommene Gesetz, das der Freiheit, nahe hineinschaut und darin bleibt, indem er nicht ein vergesslicher Hörer, sondern ein Täter des Werkes ist, der wird glückselig sein in seinem Tun.
Jakobus 1,23-25

Ein großes Hotel wurde von mehreren internationalen Gremien für hervorragenden Umweltschutz ausgezeichnet: Müllaufbereitung, Solarenergie, Wärmepumpe, natürliche Materialien – alles ist beispielhaft.

In der Eingangshalle des Hotels entdecke ich eine kleine Wandtür mit folgender Aufschrift: „Was für uns das Wichtigste ist.“ Ich öffne die Tür in der Erwartung, eine Liste mit großen, anerkennenswerten Prinzipien zu finden, die diesem Hotel wichtig sind. Aber was für eine Überraschung – ich finde nur einen Spiegel vor, der mir mein eigenes Bild zeigt! Die Botschaft ist klar: Für Direktion und Personal dieses Hotels ist der Gast das Wichtigste.

Solch einem Spiegel gleicht die Bibel. Wenn wir sie öffnen, entdecken wir unser eigenes Bild. Das Resultat ist zunächst nicht schmeichelhaft, denn Gottes Wort sagt uns die Wahrheit über uns selbst. Jeder Egoismus, jeder Stolz, alle schlechten Gedanken und auch alle Taten, die Gott nicht gutheißen kann, werden dort aufgedeckt.

Aber die Botschaft der Bibel geht weiter. Sie sagt uns, was das Wichtigste ist: In den Augen Gottes ist unsere Person wertvoller als alles andere, so wertvoll, dass Er seinen eigenen Sohn für uns gegeben hat. Und wenn Er uns ein treffendes Bild von unserem Zustand als Sünder zeigt, dann soll das nicht unser Wehe, sondern unser Wohl bewirken. Es soll uns zur Umkehr führen, zum Glauben an Jesus Christus und zu ewiger Freude.