So
23
Sep
Da spricht Jesus zu ihnen: Meine Zeit ist noch nicht da, eure Zeit aber ist stets bereit. Die Welt kann euch nicht hassen; mich aber hasst sie, weil ich von ihr zeuge, dass ihre Werke böse sind. Geht ihr hinauf zu dem Fest; ich gehe nicht hinauf zu diesem Fest; denn meine Zeit ist noch nicht erfüllt. Nachdem er aber dies zu ihnen gesagt hatte, blieb er in Galiläa.
Johannes 7,6-9

Gedanken zum Johannes-Evangelium

Die Brüder Jesu hatten Jesus aufgefordert, nach Jerusalem zu gehen, damit Er in der Hauptstadt seine übernatürlichen Fähigkeiten unter Beweis stellen sollte. Er sollte alle Welt für sich einnehmen und das Volk von den Römern befreien.

„Meine Zeit ist noch nicht da“, sagt der Herr ihnen. Diese Antwort ist in zweierlei Hinsicht zu verstehen:

  • Jesus handelt in vollkommener Übereinstimmung mit seinem Vater. Im Plan des Vaters war der Zeitpunkt noch nicht gekommen, dass Jesus zum Fest nach Jerusalem ging.
  • Jesu Zeit, sich der Welt als König zu zeigen, war jetzt noch nicht da und konnte noch nicht da sein. Zuerst musste Er leiden und sterben; später wird Er dann der Welt seine Herrlichkeit offenbaren. Dieser Zeitpunkt liegt bis heute in der Zukunft.

Die Zeit der Menschen dagegen ist „stets bereit“. Sie können und sollen an Jesus, den Retter, glauben. Das galt auch für seine Brüder, die zu diesem Zeitpunkt noch zu dieser Welt gehörten und deshalb auch nicht angefeindet wurden. Jesus dagegen wurde gehasst, weil Er nicht von dieser Welt war und weil Er die Menschen ins Licht Gottes stellte.

Wir müssen uns entscheiden: Entweder lieben wir die Welt oder wir lieben Christus. Wenn wir Ihn lieben, werden wir auch bereit sein, Schmach vonseiten der Welt anzunehmen. Wir werden nicht danach streben, uns in dieser Welt einen Namen zu machen. Wenn für Christus die Zeit noch nicht gekommen ist, an Dingen dieser Welt teilzuhaben, dann auch nicht für seine Jünger.