Do
23
Mär
Die Gnade Gottes ist erschienen, Heil bringend für alle Menschen.
Titus 2,11

Gnade, Begnadigung, Gnadenbrot! – Der Gedanke, auf die Gnade eines anderen angewiesen zu sein, ist uns unangenehm. Wenn es um das eigene Wohl und Wehe geht, nimmt man das am liebsten selbst in die Hand. Und wo man fremde Hilfe braucht, wird man die in Anspruch genommene Leistung auch vergüten. Auf Gnade angewiesen zu sein, das geht doch gegen die Ehre.

Hier aber geht es um Gott. Können wir da noch irgendwelche Ehre für uns in Anspruch nehmen oder Ihm so etwas wie eine Vergütung anbieten? Ganz sicher nicht. Vor Ihm bleiben wir Menschen immer Schuldner. Er erweist uns täglich seine Wohltaten. Er ist der große Geber, „da er selbst allen Leben und Odem und alles gibt“ (Apostelgeschichte 17,25). Wer von uns könnte Gott dafür alle Ehre zukommen lassen, die Ihm zusteht?

Und dann ist da noch die andere Frage: Tun wir den Willen Gottes, fragen wir überhaupt nach Ihm? Oder haben wir tagaus, tagein ohne unseren Schöpfer gelebt und manchmal sogar bewusst seine Gebote übertreten?

Diese Schuld kann nicht getilgt werden, indem wir irgendwelche Leistungen vollbringen, Opfer oder gute Werke. Sie kann nur auf dem Gnadenweg erlassen werden. Voraussetzung ist, dass wir unsere Schuld anerkennen und Gottes Gnade für uns in Anspruch nehmen.

Diese Gnade Gottes ist „erschienen“, wie unser heutiges Bibelwort sagt. Wann denn? Als Jesus Christus, Gottes Sohn, als Mensch auf die Erde kam, um hier für Sünder das Gericht Gottes zu erdulden – „Heil bringend für alle Menschen“.

„In ihm haben wir die Erlösung durch sein Blut, die Vergebung der Vergehungen, nach dem Reichtum seiner Gnade.“ Epheser 1,7