Di
21
Mär
Wer bist du, Herr?
Apostelgeschichte 9,5

Saulus von Tarsus glaubte, Gott einen Dienst zu erweisen, wenn er die Jünger Jesu verfolgte. Als er zu diesem Zweck nach Damaskus unterwegs war, umstrahlte ihn plötzlich ein Licht aus dem Himmel, und er fiel zu Boden. Eine Stimme fragte ihn: „Saul, Saul, was verfolgst du mich?“

Erstaunt fragte er: „Wer bist du, Herr?“ Und die Antwort darauf sollte sein ganzes Leben verändern: „Ich bin Jesus, den du verfolgst.“ Nie hätte Saulus damit gerechnet, dass der gekreuzigte und gestorbene Jesus von Nazareth lebte. Doch Er war sogar in den Himmel aufgenommen worden und erschien Paulus von dort aus in großer Herrlichkeit! Dieses Ereignis führte bei Saulus zu einer Kehrtwendung von 180 Grad. Aus dem feurigen Verfolger des Namens Jesus wurde ein entschiedener Nachfolger Jesu.

Einige Tage lang war Saulus blind, aber in seinem Herzen war er sehend geworden, und er betete zu Jesus, dem Sohn Gottes. Und dann konnte er auch mit seinen Augen wieder sehen. Saulus ließ sich taufen und predigte in den Synagogen Jesus als den Sohn Gottes. Später sandte Gott ihn auf verschiedenen Missionsreisen nach Kleinasien und Europa. Hören wir einmal in seine Predigt auf dem Areopag in Athen hinein:

„Nachdem nun Gott die Zeiten der Unwissenheit übersehen hat, gebietet er jetzt den Menschen, dass sie alle überall Buße tun sollen, weil er einen Tag festgesetzt hat, an dem er den Erdkreis richten wird in Gerechtigkeit durch einen Mann [Jesus Christus], den er dazu bestimmt hat, und er hat allen den Beweis davon gegeben, indem er ihn aus den Toten auferweckt hat“ (Kap. 17,30.31).

Hat jemand noch keine klare Vorstellung von Jesus Christus? Dann darf er auch heute im Gebet fragen: „Wer bist du, Herr?“ Und Gott wird ihm die Augen des Herzens öffnen und ihm zeigen, dass sein Sohn Jesus Christus der Retter ist.